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Spitzenreiter bekommt die Grenzen aufgezeigt

Montag, 9. Januar 2012
Basketball: Herren des FCK scheiden gegen Bad Bergzabern aus dem Pokal aus - Trainer: War mehr drin

Pokal-Aus: Oberliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern erhielt am Samstag im Schulzentrum Nord in der zweiten Runde des Rheinland-Pfalz-Pokals einen Vorgeschmack darauf, wie der Wind eine Klasse höher weht. Beim 63:80 (32:4 1) gegen den TV Bad Bergzabern bekamen die Lauterer trotz einer engagierten Leistung ihre Grenzen aufgezeigt.
"Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel länger offen halten", sagte FCK-Coach Jan Christmann, dessen Team nach guter erster Halbzeit den Faden verlor. Die Lauterer taten sich gegen die engmaschige Zonenverteidigung der Gäste extrem schwer. Beide Mannschaften konnten die fehlende Wettkampfpraxis im ersten Spiel nach der Weihnachtspause nicht verhehlen, was an den schwachen Trefferquoten deutlich wurde. Bergzabern versäumte es in der Anfangsphase, seine Größenvorteile auszuspielen und ließ am Brett einfache Punkte liegen. Ein sehenswerter Block von FCK-Center Timo Volk war eines der wenigen Glanzlichter in einem an Höhepunkten armen ersten Viertel.

Die Einwechslung von Cedrik Thomas brachte frischen Wind in die bis dahin viel zu statische FCK-Offensive. Der Shooting Guard riss die gegnerische Abwehr mit seinen Tempo-Dribblings auseinander, setzte seine Mitspieler gut in Szene und traf hochprozentig. Einem ansatzlosen Dreier ließ Thomas ein tolles Solo folgen, bei dem er seine Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvte und zum 9: 1 1 einnetzte. Mit 19 Punkten im ersten Durchgang hielt der Topscorer seine Farben fast im Alleingang im Spiel. Den Ausgleichstreffer von Kevin Croom zum 17: 17 ( 1 1.) beantworteten die Gäste mit einem 9:0-Zwischenspurt.

"Immer wenn wir dran waren, hat Bergzabern eine Schippe draufgelegt. Trotzdem habe ich die Hoffnung nie ganz aufgeben", gab Christmann zu Protokoll. Vielleicht wäre mehr drin gewesen, wenn McKinley Bethea nicht einen gebrauchten Tag erwischt hätte. Sympthomatisch für die Leistung des Forwards war eine Szene gegen Ende des dritten Viertels: Kurz nachdem der US-Amerikaner den schönsten Spielzug des Tages mit einem krachenden Dunking gekrönt hatte, vertendelte er allein auf weiter Flur leichtfertig den Ball. "Er wollte heute manchmal zu viel", monierte Christmann.

Bergzabern drängte nach der Halbzeit auf die Vorentscheidung und warf bis zur 23. Minute einen 15-Punkte-Vorsprung heraus. Der Regionalligist kontrollierte die Bretter und beschränkte sich hernach auf das Verwalten seiner komfortablen Führung. "Eine routinierte Mannschaft wie Bergzabern ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Trotzdem war heute mehr drin", merkte der FCK-Coach an. (kkm)

so spielten sie

1. FC Kaiserslautern: Thomas (23), McBethea ( 13), Croom ( 10), Schulze (6), Volk (5), Erb (4), Volkmer (2), Randall, Krauth, Münch

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.7
Datum: Montag, den 09. Januar 2012
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '8529846'
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