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Rote Teufel im Bunde mit Domstädtern Das ist das Ergebnis einer Absprache zwischen beiden Vereinen. Der bisherige FCK-Trainer Jan Christmann hatte nach der Saison 2009/10 im Gespräch mit der RHEINPFALZ bereits über die geplante Zusammenarbeit in der nächsten Runde informiert (wir berichteten am 28. April). „Da beide Vereine für die nächste Saison alleine eine etwas zu dünne Spielerdecke gehabt hätten und sich die Spielerkader beider Klubs, sowohl was die Positionen als auch die Leistungsstärke angeht, gut ergänzen, wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet", erklärte Christmann.
Der FCK-Nachwuchs startete ebenso
wie Speyer in der zurückliegenden Saison in der neu geschaffenen JBBL,
gehörte jedoch einer anderen Vorrundengruppe an. Während sich die
Vorderpfälzer Talente als Tabellendritter im Südwesten für die
Hauptrunde qualifizierten, ging Kaiserslautern als Schlusslicht der
Region Mitte in die Abstiegsrunde und beendete diese als Vorletzter. Nur
über eine Qualifikation im Sommer hätte die FCK-Mannschaft wieder das
JBBL-Startrecht erhalten können.
Doch mehr als diese Unsicherheit
war die Konzentration auf ein leistungsorientiertes Team in der Region
der Beweggrund für den Schulterschluss zwischen Roten Teufeln und
Domstädtern. „Für zwei Mannschaften in der Jugend-Bundesliga ist in der
Pfalz das Leistungspotenzial nicht groß genug", betont der Vorsitzende
des Speyerer Basketball-Internats, Helmut Kopf. Und ergänzt: „Es macht
Sinn, die größten Talente aus der Region in einer Mannschaft
zusammenzuführen."
Bei
den Mädchen sei dies bei den Pfalz Towers ebenso der Fall wie
eigentlich schon seit vielen Jahren in Speyer auch beim männlichen
Nachwuchs. „Jugendliche aus Landau, Ludwigshafen oder Bad Bergzabern
spielen ja schon längere Zeit für die BIS Baskets", sagt Kopf. „Jetzt
gibt es einen richtigen Kooperationsvertrag, und beide Vereine, die BIS
Baskets und der 1. FCK, teilen sich die Kosten", erläutert er die
Unterschiede. Die beiden neuen Partner glauben, dass mit dem Bündeln der
Kräfte eine langfristige Teilnahme eines Pfälzer Teams auf höchstem
Niveau in der Jugend-Basketball-Bundesliga gesichert ist - und dass die
Jugendarbeit in der Pfalz eine neue qualitative Steigerung erfährt.
Das Mannschaftstraining findet
künftig in Speyer statt, individuelle Einheiten wird es in beiden
Städten geben. „Insbesondere für die noch jüngeren Jahrgänge", erklärt
Lauterns Jan Christmann. Coach der Mannschaft ist mit Julian Krieger ein
Speyerer, der auch bei der Zusammenstellung des Teams das Sagen hat.
Seinen Assistenten stellt der FCK, diese Personalie ist noch zu klären.
Die Domstadt bleibt Haupt-Heimspielstätte, wenngleich der
Kooperationsvertrag vorsieht, dass bis zu 40 Prozent der Spiele in
Kaiserslautern über die Bühne gehen sollen. „Eines soll nach Möglichkeit
auch wieder im Vorprogramm eines Profi-Spiels der Saar-Pfalz Braves in
Homburg stattfinden", so Christmann.
Der Kader, der 15 bis 20
Basketballer umfasst, soll drei bis fünf Nachwuchshoffnungen des 1. FC
Kaiserslautern aufnehmen. Doch zwingend sei dies nicht, sagt Kopf. Denn
es entscheide einzig und allein das Leistungsprinzip. Auch in Zukunft
müssen sich die Talente über Sichtungstage und Test-Trainingseinheiten
für die JBBL-Auswahl und die deutsche Eliteklasse empfehlen. Die
Vereinbarung gilt vorerst bis zum 30. Juni 2011 und verlängert sich
automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht ein Partner zwei Wochen vor
dem 30. Juni den Kooperationsvertrag kündigt. Und bei einer Trennung
geht das JBBL-Teilnahmerecht auf die BIS Baskets Speyer über.