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Rote Teufel liefern einen packenden Pokalkampf

Dienstag, 23. März 2010

 Basketball: Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern scheitern auf Rheinland-Pfalz-Ebene knapp am Regionalligisten Bad  Bergzabern

Der Favorit wankte, aber er fiel nicht: Die  Basketballer des 1. FC Kaiserslautern lieferten gestern im Heimspiel in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule dem Regionalligisten TV Bad  Bergzabern einen packenden Pokalkampf, mussten sich aber am Ende doch mit 75:84 (38:43) geschlagen geben und schieden damit aus dem Rheinland-Pfalz-Pokalwettbewerb aus.

Nach dem spannenden Kräftemessen mit dem klassenhöheren Gegner zollte der  FCK-Trainer Philipp Münch seinem Team, dem in dieser Saison bereits der souveräne Aufstieg in die Oberliga gelungen ist, Anerkennung und stellte zufrieden fest: „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einem Regionalligisten mithalten können." Hätte sein Team in Bestbesetzung antreten können, fuhr Münch fort, wäre ein Sieg über die Südpfälzer an diesem Tag durchaus möglich gewesen. Münch musste jedoch auf die im Pokal nicht spielberechtigten Kooperationsspieler Dimitrij Kreis und Yannick Schulze (Saar-Pfalz Braves) verzichten. Zudem zog sich der gestern zu den ersten Fünf gehörende Center John-Roberts Leslie schon früh eine Verletzung zu und musste dann passen.


Der gegnerische Trainer Jerome Lebailly zeigte sich erleichtert, nachdem sein Team die Pokalhürde in Kaiserslautern genommen hatte. „Wir haben gewusst, dass es für uns keine leichte Aufgabe wird", sagte er und bescheinigte dem  FCK, dass er für die Oberliga gut aufgestellt sei.


Die Gäste erwischten den besseren Start und erzielten durch Rene Arneton den ersten Korb. Die Nummer 10 des TV Bad  Bergzabern spielte eine starke Partie und brachte es auf insgesamt 19 Punkte. Arneton gelang im zweiten Viertel der erste Dreier des Spiels. Die Größenvorteile der gegnerischen Center machten die Lauterer durch ihr schnelles und dynamisches Spiel wett, verhinderten so, dass die Südpfälzer in der ersten Hälfte davonziehen konnten. Mit sieben Punkten war Daniel Abel in den ersten zehn Minuten der erfolgreichste Akteur im  FCK-Team. Der vielseitige Spieler steuerte insgesamt 16 Punkte bei und war damit hinter Nickolas Jones (18) der zweitbeste Punktejäger bei den Lauterern.


Nachdem sie in der ersten Hälfte immer in Rückstand gelegen hatten, starteten die Schützlinge von Philipp Münch nach der Pause eine fulminante Aufholjagd und spielten den Gegner an den Rand einer Niederlage. So brachte der schnelle Johannes Münch das Heimteam mit dem zweiten seiner drei blitzsauberen Dreier auf 44:46 heran. Jones sorgte wenig später für den Ausgleich, und anschließend ließ der Dreier von Christophe Heyer die Roten Teufel erstmals in Führung gehen (49:46). Es war die beste Phase des  FCK, der sogar auf 58:49 davonzog. Dabei wuchs Lauterns Youngster, der erst 16 Jahre alte Timo Volk, über sich hinaus. Spektakulär stopfte er den Ball zum 53:49 in des Gegners Korb.


„Da haben wir Schlafwagen- Basketball gespielt", kommentierte der Gäste-Trainer später diesen Abschnitt der Pokalpartie. Im letzten Viertel konnte sich dann seine Mannschaft jedoch steigern, die Begegnung wenden und ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht werden. (pkn)


1. FC Kaiserslautern: Jones (18), Abel (16), Münch (15), Volk (14), Heyer (11), Dunkley (1), Schröter, Rumpf, Kopitz, Leslie.

QUELLE: RHEINPFALZ vom 22.03.10 (pkn)