Am kommenden Samstag um 19:00 Uhr bieten die BRAVES gemeinsam mit der Basketballabteilung des 1. FC Kaiserslautern einen Basketball-Leckerbissen der besonderen Art. Die Saar-Pfalz BRAVES treten in der Uni-Sporthalle Kaiserslautern in einem Saisonvorbereitungsspiel zu Gunsten des Fördervereins gegen den Ligarivalen der BG Karlsruhe an. Dieses Südwest-Derby hatte in den vergangenen Jahren immer einen besonderen Reiz und verspricht trotz des Vorbereitungscharakters Spannung pur und dient gleichzeitig dem guten Zweck.
Die BG Karlsruhe gehört seit dem Abstieg aus der BBL zu den Topteams der PRO A und hat in Rouven Rössler sicherlich einen der besten Deutschen Spieler der Liga in ihren Reihen. Gemeinsam mit Rössler komplettieren die ebenfalls bundesligaerfahrenen Stefan Farrad (EnBW Ludwigsburg) und Flavio Stückemann (Artland Dragons) ein starkes Deutsches Trio, welches durch Spieler aus den eigenen Reihen aufgefüllt wird. Die US-Riege der Badener besteht derzeit aus Rückkehrer Jeremy Black, dem Rookie Dwight Thorne und Jonathan Cox (Düsseldorf). Der neue Mann an der Seitenlinie ist ebenfalls nicht nur Insidern bekannt. Silvano Poropat trainierte lange Jahre den BBL-Club EnBW Ludwigsburg und möchte in der kommenden Saison mit der BG angreifen.
Die Neuzugänge der BRAVES haben sich bisher gut integriert, wie der Testspielerfolg gegen die Gießen 46ers, sowie der Sieg beim Sparkassencup in Völklingen beweist. Dennoch wird in der weiteren Saisonvorbereitung noch eine Menge Arbeit auf das Team, den Trainer und das Umfeld zukommen, schließlich steht der Saisonstart gegen den starken Aufsteiger aus Würzburg in bereits fünf Wochen vor der Tür.
Das Südwest-Derby der findet zudem zugunsten des Fördervereins der Basketballabteilung des 1. FC Kaiserslautern statt. Alle Erlöse aus Getränke- und Essensverzehr werden somit der Jugendförderung zugutekommen. Zudem erhält jeder Zuschauer ab einer Geldspende in Höhe von 8,00 Euro eine Freikarte zum Saisonauftaktsknaller der Saar-Pfalz BRAVES gegen ratiopharm Ulm, das neue Team von Walt Baxley.Das ist das Ergebnis einer Absprache zwischen beiden Vereinen. Der bisherige FCK-Trainer Jan Christmann hatte nach der Saison 2009/10 im Gespräch mit der RHEINPFALZ bereits über die geplante Zusammenarbeit in der nächsten Runde informiert (wir berichteten am 28. April). „Da beide Vereine für die nächste Saison alleine eine etwas zu dünne Spielerdecke gehabt hätten und sich die Spielerkader beider Klubs, sowohl was die Positionen als auch die Leistungsstärke angeht, gut ergänzen, wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet", erklärte Christmann.
Der FCK-Nachwuchs startete ebenso
wie Speyer in der zurückliegenden Saison in der neu geschaffenen JBBL,
gehörte jedoch einer anderen Vorrundengruppe an. Während sich die
Vorderpfälzer Talente als Tabellendritter im Südwesten für die
Hauptrunde qualifizierten, ging Kaiserslautern als Schlusslicht der
Region Mitte in die Abstiegsrunde und beendete diese als Vorletzter. Nur
über eine Qualifikation im Sommer hätte die FCK-Mannschaft wieder das
JBBL-Startrecht erhalten können.
Doch mehr als diese Unsicherheit
war die Konzentration auf ein leistungsorientiertes Team in der Region
der Beweggrund für den Schulterschluss zwischen Roten Teufeln und
Domstädtern. „Für zwei Mannschaften in der Jugend-Bundesliga ist in der
Pfalz das Leistungspotenzial nicht groß genug", betont der Vorsitzende
des Speyerer Basketball-Internats, Helmut Kopf. Und ergänzt: „Es macht
Sinn, die größten Talente aus der Region in einer Mannschaft
zusammenzuführen."
Bei
den Mädchen sei dies bei den Pfalz Towers ebenso der Fall wie
eigentlich schon seit vielen Jahren in Speyer auch beim männlichen
Nachwuchs. „Jugendliche aus Landau, Ludwigshafen oder Bad Bergzabern
spielen ja schon längere Zeit für die BIS Baskets", sagt Kopf. „Jetzt
gibt es einen richtigen Kooperationsvertrag, und beide Vereine, die BIS
Baskets und der 1. FCK, teilen sich die Kosten", erläutert er die
Unterschiede. Die beiden neuen Partner glauben, dass mit dem Bündeln der
Kräfte eine langfristige Teilnahme eines Pfälzer Teams auf höchstem
Niveau in der Jugend-Basketball-Bundesliga gesichert ist - und dass die
Jugendarbeit in der Pfalz eine neue qualitative Steigerung erfährt.
Das Mannschaftstraining findet
künftig in Speyer statt, individuelle Einheiten wird es in beiden
Städten geben. „Insbesondere für die noch jüngeren Jahrgänge", erklärt
Lauterns Jan Christmann. Coach der Mannschaft ist mit Julian Krieger ein
Speyerer, der auch bei der Zusammenstellung des Teams das Sagen hat.
Seinen Assistenten stellt der FCK, diese Personalie ist noch zu klären.
Die Domstadt bleibt Haupt-Heimspielstätte, wenngleich der
Kooperationsvertrag vorsieht, dass bis zu 40 Prozent der Spiele in
Kaiserslautern über die Bühne gehen sollen. „Eines soll nach Möglichkeit
auch wieder im Vorprogramm eines Profi-Spiels der Saar-Pfalz Braves in
Homburg stattfinden", so Christmann.
Der Kader, der 15 bis 20
Basketballer umfasst, soll drei bis fünf Nachwuchshoffnungen des 1. FC
Kaiserslautern aufnehmen. Doch zwingend sei dies nicht, sagt Kopf. Denn
es entscheide einzig und allein das Leistungsprinzip. Auch in Zukunft
müssen sich die Talente über Sichtungstage und Test-Trainingseinheiten
für die JBBL-Auswahl und die deutsche Eliteklasse empfehlen. Die
Vereinbarung gilt vorerst bis zum 30. Juni 2011 und verlängert sich
automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht ein Partner zwei Wochen vor
dem 30. Juni den Kooperationsvertrag kündigt. Und bei einer Trennung
geht das JBBL-Teilnahmerecht auf die BIS Baskets Speyer über.
QUELLE: RHEINPFALZ 28.04.10
QUELLE: RHEINPFALZ 26.04.10
Die
Basketballabteilung des 1. FC Kaiserslautern und die Saar-Pfalz Braves trauern um Stuart Robbins. Gestern abend ereilte die Basketballabteilung völlig überraschend die Nachricht vom
plötzlichen Tod des Walisers, der in den Jahren von 2003 bis 2008 die
Identifikationsfigur des Kaiserslauterer Basketballs schlechthin war.
Der 2,11 Meter lange Center, den die Fans aufgrund seiner
kämpferischen, nie aufgebenden Spielweise liebevoll und ehrfürchtig
zugleich ihren „Warrior“ nannten, stand jahrelang in treuen Diensten
des 1. FC Kaiserslautern und den späteren Kaiserslautern Braves. Stuart
Robbins war über den heute beileibe nicht mehr selbstverständlichen
Zeitraum von fünf Jahren hinweg maßgeblich am Aufschwung des Lauterer
Basketballs beteiligt.
Sein letzter Besuch in Kaiserslautern im Januar, als Stuart Robbins als Tranier mit irischen Herren- und Damenmannschaften Freundschaftsspiele gegen aktuelle FCK-Teams bestritt, wird vielen in unvergesslicher Erinnerung bleiben.
Die Basketballer des 1. FCK und der Saar-Pfalz Braves sind tief erschüttert angesichts des plötzlichen Todes ihres langjährigen Mitstreiters. In diesen Stunden gilt das Mitgefühl der ganzen Lauterer Basketballgemeinschaft den Angehörigen des Verstorbenen. Vor dem Heimspiel der Saar-Pfalz Braves am kommenden Sonntag in Homburg werden die Braves Stuart Robbins in einer Schweigeminute gedenken.
Der 1. FC Kaiserslautern gewann das Endspiel im Basketball-Pfalzpokal der Herren gegen den TV Clausen mit 105:101 (54:40). Die Titelverteidigung gegen den Bezirksliga-Meister war für den Landesliga-Sieger nicht einfach. Verzichten musste der FCK (Foto) auf seine Pro-A-Spieler Yannick Schulze und Dimitrij Kreis. Dennoch erwischten die Lauterer den besseren Start und führten 24:14 (7.). Gastgeber Clausen machte diesen Rückstand mit seinem Publikum im Rücken sechs Minuten vor Ende der Partie wett und führte erstmals (82:81). Zwei Sekunden vor Schluss gelang dem 1. FCK das 105:101. Zweistellig für Clausen trafen Schmitt (32), Volkmer (31) und McKinley (20). Kaiserslauterns Topscorer waren Münch (35), Jones (21) und Schröter (12). Dritter wurde TV Kirchheimbolanden II vor Towers Speyer/Schifferstadt. (mck)
QUELLE: RHEINPFALZ vom 29.03.10 FOTO: Steffen Berberich
Nach dem spannenden Kräftemessen mit dem klassenhöheren Gegner zollte der FCK-Trainer Philipp Münch seinem Team, dem in dieser Saison bereits der souveräne Aufstieg in die Oberliga gelungen ist, Anerkennung und stellte zufrieden fest: „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einem Regionalligisten mithalten können." Hätte sein Team in Bestbesetzung antreten können, fuhr Münch fort, wäre ein Sieg über die Südpfälzer an diesem Tag durchaus möglich gewesen. Münch musste jedoch auf die im Pokal nicht spielberechtigten Kooperationsspieler Dimitrij Kreis und Yannick Schulze (Saar-Pfalz Braves) verzichten. Zudem zog sich der gestern zu den ersten Fünf gehörende Center John-Roberts Leslie schon früh eine Verletzung zu und musste dann passen.
Der
gegnerische Trainer Jerome Lebailly zeigte sich erleichtert, nachdem
sein Team die Pokalhürde in Kaiserslautern genommen hatte. „Wir haben
gewusst, dass es für uns keine leichte Aufgabe wird", sagte er und
bescheinigte dem FCK, dass er
für die Oberliga gut aufgestellt sei.
Die Gäste erwischten den besseren
Start und erzielten durch Rene Arneton den ersten Korb. Die Nummer 10
des TV Bad Bergzabern spielte
eine starke Partie und brachte es auf insgesamt 19 Punkte. Arneton
gelang im zweiten Viertel der erste Dreier des Spiels. Die
Größenvorteile der gegnerischen Center machten die Lauterer durch ihr
schnelles und dynamisches Spiel wett, verhinderten so, dass die
Südpfälzer in der ersten Hälfte davonziehen konnten. Mit sieben Punkten
war Daniel Abel in den ersten zehn Minuten der erfolgreichste Akteur im FCK-Team. Der vielseitige Spieler
steuerte insgesamt 16 Punkte bei und war damit hinter Nickolas Jones
(18) der zweitbeste Punktejäger bei den Lauterern.
Nachdem sie in der ersten Hälfte
immer in Rückstand gelegen hatten, starteten die Schützlinge von Philipp
Münch nach der Pause eine fulminante Aufholjagd und spielten den Gegner
an den Rand einer Niederlage. So brachte der schnelle Johannes Münch
das Heimteam mit dem zweiten seiner drei blitzsauberen Dreier auf 44:46
heran. Jones sorgte wenig später für den Ausgleich, und anschließend
ließ der Dreier von Christophe Heyer die Roten Teufel erstmals in
Führung gehen (49:46). Es war die beste Phase des FCK, der sogar auf 58:49 davonzog.
Dabei wuchs Lauterns Youngster, der erst 16 Jahre alte Timo Volk, über
sich hinaus. Spektakulär stopfte er den Ball zum 53:49 in des Gegners
Korb.
„Da haben wir
Schlafwagen- Basketball
gespielt", kommentierte der Gäste-Trainer später diesen Abschnitt der
Pokalpartie. Im letzten Viertel konnte sich dann seine Mannschaft jedoch
steigern, die Begegnung wenden und ihrer Favoritenrolle doch noch
gerecht werden. (pkn)
1.
FC Kaiserslautern: Jones (18), Abel (16), Münch (15), Volk (14), Heyer
(11), Dunkley (1), Schröter, Rumpf, Kopitz, Leslie.
QUELLE: RHEINPFALZ vom 22.03.10 (pkn)
Mit einem 113:73-Erfolg gewannen die Herren vergangen Sonntag gegen den Tabellenletzten SG Drais/Finthen. Der Gegner spielte aber ganz und gar nicht wie ein Absteiger und ging mit furioser Trefferquote im ersten Viertel verdient 15:26 in Führung. Im zweiten Viertel traf Drais zwar immer noch konstant hochprozentig, hatte aber in der Defense mehr und mehr Probleme. Der FCK spielte variabel gegen die Zonenverteidigung und trug einige schöne Angriffe vor, während die mit nur sieben Spielern angereiste SG mit Foulproblemen kämpfte. Zur Halbzeit schoss der Meister bereits eine 57:46 Führung heraus. In der zweiten Halbzeit riskierten die Drais/Finthener kaum noch etwas in der Defense. Der FCK zog ohne Probleme auf den Endstand davon. Die Grüne Hölle lässt grüßen: Damit sind die FCK-Basketballer seit dem 1.2.09 zuhause in der Liga und allen Pokalwettbewerben ungeschlagen!
Anschließend gratulierte BVRP-Vizepräsident Marco Marzi der Mannschaft zur Landesligameisterschaft, welche zahlreiche Zuschauer bei wohlschmeckenden Freigetränken am Verkaufsstand mitfeierten.
Nächsten Sonntag wartet der Vergleich mit dem Regionalligisten TV Bad Begzabern auf. Auch ohne die im BVRP-Pokal nicht spielberechtigten Dimi Kreis und Yannick Schulze hoffen die Lautrer auf eine Außenseiterchance. Die Erinnerungen sind angenehm: Letztes Jahr besiegte man die SG Mehlingen überraschend deutlich und verlor gegen Treis-Kaden nur knapp im Spiel um Platz 3.